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Ein Hund will trösten

Ein Hund will trösten Hunde erkennen menschlichen Kummer und möchten helfen. Schon Hildegard von Bingen, die bedeutende Gelehrte und Heilerin des Mittelalters, sagte: „Gib den Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund!" Die meisten Hundehalter wissen: Niemand tröstet besser als die eigene Fellnase, wenn es einem einmal schlecht geht. Denn Hunde spüren den Kummer ihrer Besitzer sehr genau.

Hunde spüren den Kummer ihrer Besitzer

Das belegt auch eine neue Studie wissenschaftlich. Die Forscher analysierten das Verhalten von 34 Hunden unterschiedlicher Rassen und Größen. Dazu setzten sich die Besitzer hinter eine Plexiglastür in einen anderen Raum, sodass sie ihre Hunde weiterhin sehen konnten. Dann sollten sie entweder ein Schlaflied summen oder weinen und um Hilfe bitten. Die Tür ließ sich leicht öffnen, sodass die Tiere jederzeit zu ihren Besitzern gelangen konnten.

Hunde, die ihre Halter weinen hörten, öffneten die Tür deutlich schneller

Das geschah meist in nur einem Viertel der Zeit – verglichen mit den Tieren, deren Besitzer gelassen blieben. Manche Hunde gerieten allerdings so sehr in Panik, weil sie ihre Menschen in Not glaubten, dass sie regelrecht handlungsunfähig wurden. Auch bei der Herzfrequenz zeigten sich große Unterschiede. Bemerkenswert: Die klugen Tiere schienen genau zu unterscheiden, ob ihre Menschen wirklich traurig waren oder nur so taten.

  • Wissenschaftlicher Beleg für das hündische Mitgefühl
  • Die Reaktionsgeschwindigkeit hängt von der Intensität des Kummers ab
  • Hunde unterscheiden zwischen echtem Leid und gespielter Traurigkeit
  • Eine starke Bindung ist die Grundlage ihrer Hilfsbereitschaft

Bindung und Mitgefühl als hündische Motivation

Natürlich könnte es sein, dass Hunde zunächst ihren eigenen Gemütszustand beruhigen möchten. Doch der Wunsch zu helfen zeigt vor allem die starke Bindung an den Menschen. Der Eindruck vieler Hundehalter stimmt also: Ihre Vierbeiner spüren nicht nur den menschlichen Kummer – sie werden sogar aktiv, um ihre Menschen aufzumuntern. Moderne Studien geben uns immer mehr Einblicke in die Gefühlswelt unserer Vierbeiner. Und schließlich beruht der Wunsch, den besten Freund glücklich zu sehen, meist auf Gegenseitigkeit.

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