Typisch ist ein schmerzfreier Verlauf. Zeigt dein Hund Schmerzen, sollte die Praxis nach weiteren Ursachen suchen.
Degenerative Myelopathie bei Hunden
Eine fortschreitende Erkrankung des Rückenmarks, die meist mit schwachen Hinterbeinen beginnt.
- Was ist das?
- Langsam fortschreitende Erkrankung des Rückenmarks, die bis zur Lähmung führen kann.
- Typische Anzeichen
- Schwache, unkoordinierte Hinterbeine, schleifende Pfoten, abgenutzte Krallen, meist ohne Schmerzen.
- Häufig betroffen
- Ältere Hunde bestimmter Rassen, etwa Deutscher Schäferhund, Boxer, Pembroke Welsh Corgi.
- Verlauf
- Schleichend, oft auf einer Seite beginnend, bisher nicht heilbar.
Interaktiver Symptom-Check
Wähle die Symptome, die du bei deinem Hund beobachtest. Du erhältst sofort eine erste Einschätzung. Dieses Tool ersetzt keine tierärztliche Beratung!
Du erhältst sofort eine Einschätzung.
Wann solltest du zur Tierarztpraxis?
Ähnliche Anzeichen gibt es auch bei anderen Erkrankungen, zum Beispiel einem Bandscheibenvorfall. Deshalb sofort zur Praxis, wenn:
- die Schwäche plötzlich auftritt oder schnell schlimmer wird,
- dein Hund deutliche Rückenschmerzen zeigt,
- er Urin oder Kot nicht mehr halten kann oder auch die Vorderbeine schwach werden.
Die degenerative Myelopathie (DM) ist eine langsam fortschreitende Erkrankung des Rückenmarks. Sie beginnt meist mit schwachen, unkoordinierten Hinterbeinen und führt mit der Zeit zur Lähmung. Heilbar ist sie bisher nicht. Weil ähnliche Anzeichen auch bei anderen, behandelbaren Erkrankungen auftreten, gehört die Diagnose in tierärztliche Hand.
Was ist eine degenerative Myelopathie?
Bei der DM gehen nach und nach Nervenfasern im Rückenmark zugrunde. Dadurch kommen die Signale vom Gehirn immer schlechter in den Hinterbeinen an. Typisch ist, dass die Erkrankung keine Schmerzen verursacht. Sie tritt meist bei älteren Hunden auf, oft ab etwa acht Jahren.
Woran erkennst du eine DM?
- schwankender, unkoordinierter Gang der Hinterbeine
- schleifende Pfoten und abgenutzte Krallen an den Hinterbeinen
- Beginn oft auf einer Seite
- später Schwäche bis zur Lähmung, im Spätstadium auch Probleme mit Urin und Kot
Welche Ursachen gibt es?
Die genaue Ursache ist noch nicht vollständig geklärt. Eine wichtige Rolle spielt eine Veränderung im sogenannten SOD1-Gen. Besonders häufig betroffen sind zum Beispiel Deutscher Schäferhund, Boxer und Pembroke Welsh Corgi.
Wie stellt die Tierarztpraxis eine DM fest?
Durch eine klinische und neurologische Untersuchung und den Ausschluss anderer Erkrankungen, oft mit MRT oder CT. Ein Gentest zeigt, ob ein Hund die bekannte Genveränderung trägt. Allein sichert er die Diagnose aber nicht.
Wie geht es weiter?
Eine Heilung ist bisher nicht möglich. Physiotherapie und angepasste Bewegung können helfen, die Muskulatur und die Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten. Die Tierarztpraxis begleitet den Verlauf und bespricht mit dir, was deinem Hund in welcher Phase hilft.
Was du im Alltag tun kannst
- regelmäßige, angepasste Bewegung, ohne deinen Hund zu überfordern
- rutschfeste Unterlagen und Rampen
- Tragehilfen, Hinterhandgeschirre oder ein Hunderollstuhl in späteren Phasen
- Pfotenschutz, wenn die Pfoten schleifen
Häufige Fragen zu Myelopathie
Hat mein Hund bei DM Schmerzen?
Gibt es einen Gentest?
Ja, ein Gentest kann zeigen, ob ein Hund die bekannte Genveränderung trägt. Allein sichert er die Diagnose aber nicht, dazu gehören Untersuchung und Ausschluss anderer Ursachen.
Wie wird DM festgestellt?
Durch klinische und neurologische Untersuchung und den Ausschluss anderer Erkrankungen, oft mit MRT oder CT.
Wie erleichtere ich meinem Hund den Alltag?
Angepasste Bewegung hilft, die Muskulatur möglichst lange zu erhalten. Rutschfeste Unterlagen, Rampen und Tragehilfen erleichtern die Fortbewegung, überfordere deinen Hund dabei nicht.
Tierärztliche Expertise im Herzen unseres Teams
Frau Dr. med. vet. Sibylle Ott gehört von Anfang an zu unserem Team bei DOG FIT by PreThis®. Als erfahrene Tierärztin begleitet sie unsere Arbeit fachlich und bringt ihr Wissen rund um die Gesundheit von Hunden ein. Ihre Erfahrung und ihr tiefes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden sind uns eine wichtige Orientierung. Sie ist ein wertvoller Schatz für unser Team und für das Wohlbefinden vieler Hunde.
Die Inhalte dienen der Information und ersetzen keine Beratung durch eine Tierarztpraxis. Unsere Produkte sind Ergänzungsfuttermittel für Hunde. Sie ersetzen keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung. Hat dein Hund Beschwerden, wende dich bitte an deine Tierarztpraxis.