Vermehrter Durst kann auf eine Nierenerkrankung hinweisen, aber auch andere Ursachen wie Diabetes haben. Lass das tierärztlich abklären.
Niereninsuffizienz bei Hunden
Was eine nachlassende Nierenfunktion bedeutet.
- Was ist das?
- Nachlassende Filterleistung der Nieren, akut oder schleichend chronisch.
- Typische Anzeichen
- Viel Durst, viel Urin, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Erbrechen, Mundgeruch.
- Häufig betroffen
- Vor allem ältere Hunde.
- Ursachen
- Alter, Infektionen, Vergiftungen (etwa Trauben, Frostschutzmittel), andere Erkrankungen.
Interaktiver Symptom-Check
Wähle die Symptome, die du bei deinem Hund beobachtest. Du erhältst sofort eine erste Einschätzung. Dieses Tool ersetzt keine tierärztliche Beratung!
Du erhältst sofort eine Einschätzung.
Wann solltest du zur Tierarztpraxis?
Eine Niereninsuffizienz gehört unbedingt in tierärztliche Betreuung. Sofort zur Praxis, wenn:
- dein Hund Trauben, Rosinen, Frostschutzmittel oder Medikamente gefressen hat,
- er kaum oder gar keinen Urin mehr absetzt,
- er wiederholt erbricht, sehr schwach ist oder blasse Schleimhäute hat.
Bei einer Niereninsuffizienz lässt die Filterleistung der Nieren nach. Das kann plötzlich passieren oder sich schleichend über lange Zeit entwickeln. Typisch sind viel Durst, viel Urin, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Eine Niereninsuffizienz gehört unbedingt in tierärztliche Betreuung.
Was machen die Nieren?
Die Nieren filtern Abfallstoffe aus dem Blut, regeln den Wasserhaushalt und gleichen Mineralstoffe aus. Sie haben große Reserven. Deshalb zeigen sich Beschwerden oft erst, wenn ein großer Teil der Funktion schon verloren ist.
Akut oder chronisch?
- Akut: Die Nieren versagen plötzlich, etwa nach einer Vergiftung oder einem Schock. Das ist ein Notfall, kann sich aber teilweise erholen.
- Chronisch: Die Funktion lässt über Monate oder Jahre nach, meist bei älteren Hunden. Sie gilt als nicht heilbar, der Verlauf lässt sich aber oft verlangsamen.
Woran erkennst du eine Niereninsuffizienz?
- vermehrter Durst und häufiger Urinabsatz
- Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
- Erbrechen, Mattigkeit
- Mundgeruch, der nach Urin oder Ammoniak riecht
Welche Ursachen gibt es?
- Alter: Die chronische Form tritt vor allem bei älteren Hunden auf.
- Vergiftungen: Trauben, Rosinen, Frostschutzmittel und manche Medikamente können die Nieren akut schädigen.
- Infektionen: etwa eine bakterielle Nierenbeckenentzündung oder durch Zecken übertragene Erreger.
- Andere Erkrankungen: Bluthochdruck, Diabetes, Immunerkrankungen oder Harnsteine.
- Veranlagung: Bei manchen Rassen kommen angeborene Nierenerkrankungen häufiger vor.
Wie stellt die Tierarztpraxis sie fest?
Durch Blut- und Urinuntersuchungen, oft ergänzt durch Blutdruckmessung und Ultraschall. Regelmäßige Kontrollen beim älteren Hund helfen, eine nachlassende Nierenfunktion früh zu erkennen.
Wie geht es weiter?
Die Behandlung legt die Tierarztpraxis fest. Sie kann zum Beispiel Infusionen, Medikamente und eine besondere Diät umfassen, die nur in tierärztlicher Begleitung eingesetzt werden sollte. Regelmäßige Kontrollen zeigen, wie sich die Werte entwickeln.
Was du im Alltag tun kannst
- Biete immer frisches Wasser an.
- Beobachte Trinkmenge, Appetit und Gewicht und notiere Veränderungen.
- Halte Trauben, Rosinen und Frostschutzmittel sicher weg.
- Gib keine Medikamente auf eigene Faust.
Häufige Fragen zu Niereninsuffizienz
Warum trinkt mein Hund plötzlich so viel?
Warum wird die Erkrankung oft spät bemerkt?
Die Nieren haben große Reserven, Beschwerden zeigen sich oft erst, wenn die Funktion schon deutlich eingeschränkt ist. Regelmäßige Blut- und Urinkontrollen beim älteren Hund helfen, früher zu reagieren.
Ist Niereninsuffizienz heilbar?
Akute Schäden können sich teilweise erholen, eine chronische Niereninsuffizienz gilt als nicht heilbar. Mit tierärztlicher Betreuung lässt sich der Verlauf oft verlangsamen.
Was kann ich im Alltag tun?
Biete immer frisches Wasser an, halte den Alltag stressarm und beobachte Trinkmenge, Appetit und Verhalten. Regelmäßige Kontrollen in der Praxis sind wichtig.
Verwandte Themen
Tierärztliche Expertise im Herzen unseres Teams
Frau Dr. med. vet. Sibylle Ott gehört von Anfang an zu unserem Team bei DOG FIT by PreThis®. Als erfahrene Tierärztin begleitet sie unsere Arbeit fachlich und bringt ihr Wissen rund um die Gesundheit von Hunden ein. Ihre Erfahrung und ihr tiefes Verständnis für die Bedürfnisse von Hunden sind uns eine wichtige Orientierung. Sie ist ein wertvoller Schatz für unser Team und für das Wohlbefinden vieler Hunde.
Die Inhalte dienen der Information und ersetzen keine Beratung durch eine Tierarztpraxis. Unsere Produkte sind Ergänzungsfuttermittel für Hunde. Sie ersetzen keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung. Hat dein Hund Beschwerden, wende dich bitte an deine Tierarztpraxis.