Hundeverhalten – traurig oder etwa krank?
Hunde können ein Verhalten zeigen, das fast an das des Menschen erinnert. Sie können herzerweichend mit ihren Augen blicken, um etwas zu erhalten, und das geschieht meist aus reiner Absicht. Aber Hunde können auch ein Verhalten wie depressive Menschen zeigen, niedergeschlagen wirken und sich verkriechen. Das ist dann für mich nicht mehr amüsant, sondern äußerst besorgniserregend.
Manche Hunde fressen nicht mehr oder suchen Trost im Futter
Auslöser für dieses Verhalten kann der Verlust eines Hundekameraden oder einer geliebten Bezugsperson sein. Manche Hunde ziehen sich zurück, wenn sie lange allein gelassen werden oder eine ungerechte Bestrafung erfahren haben. Das empfinde ich als besonders schlimm. Die Grenzen zwischen Niedergeschlagenheit und Angst verlaufen häufig ineinander. Diese klugen Tiere reagieren auch auf Veränderungen beim Menschen, wenn dieser traurig ist, unter Stress steht oder nicht mehr genügend Zeit für den Vierbeiner aufbringen kann. Da kann eine Veränderung wie zum Beispiel erhöhte Müdigkeit oder eine geringe Spielfreude beim Hund leicht übersehen werden.
- Veränderungen im Appetit und im Fressverhalten
- Rückzug und verminderte Teilnahme am Familienleben
- Erhöhtes Schlafbedürfnis und Antriebslosigkeit
- Reaktion auf Stress und emotionale Belastung der Halter
Diese Symptome treten leider auch bei Krankheiten auf
Das kann eine Infektion sein, Fieber, Vergiftungen, Schmerzen bei einer Arthrose, Leber-, Herz- oder Nierenerkrankungen oder Hormonstörungen. In diesen Fällen muss man unbedingt eine Tierärztin oder einen Tierarzt konsultieren. Wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen wurden, sollte man sich überlegen, was dem Hund die Lebensfreude raubt. Da können die oben erwähnten Tatsachen bei der Einordnung helfen.
Ich rate dazu, das Tier bei Trauer abzulenken und mit schönen Spaziergängen mit der ganzen Familie, Sport oder ähnlichen Aktivitäten für neue Impulse zu sorgen. Meistens verstehen Hunde den menschlichen Trost zwar anders, als wir ihn meinen, doch glücklicherweise dauert eine Trauerphase beim Hund häufig nur wenige Tage. Sollte das Tier länger als eine Woche deprimiert wirken, müsste man es noch einmal medizinisch untersuchen lassen. Es gibt für Ausnahmefälle sogar stimmungsaufhellende Medikamente in Verbindung mit einer Verhaltenstherapie, um das Tier aus seinem psychischen Loch herauszubekommen.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und der Sensibilisierung für die seelische Gesundheit deines Hundes.
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Die Inhalte der Artikel dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt. Diese Informationen stellen keine medizinische Beratung dar und dürfen auch nicht als eine solche verstanden werden.