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Auch kleine Hunde dürfen nicht alles

Ein kleiner Hund, der neugierig in die Kamera blickt Wie oft sieht man, dass gerade kleine Hunde wie das buchstäbliche Schoßhündchen sehr verhätschelt werden. Sie bekommen alles und dürfen alles. Yorkshire Terrier sind dafür das typische Beispiel, da es oft zu sehen ist, dass sie in einer Handtasche getragen werden. Ehrlich gesagt empfinde ich das als schlimm. Das hatte die Natur so ganz sicher nicht vorgesehen.

Auch kleine Hunde brauchen feste Regeln

Um auf den Hund in der Handtasche zurückzukommen: Dieser will sich viel lieber bewegen und sucht nach einer sinnvollen Beschäftigung. Kleine Hunde bekommen oft viel zu viel Spielzeug und zu viele Freiheiten. Damit sind die Tiere jedoch hoffnungslos überfordert. Unklare Strukturen und fehlende Regeln bringen den Hund so weit, dass er sich nicht an seinen Menschen orientieren kann. Auch kleine Vierbeiner müssen lernen, Verantwortung zu übernehmen, und zwar nicht nur für sich selbst, sondern auch für den Menschen und das eigene Territorium. Häufig ist Besitzern kleiner Hunde gar nicht bewusst, dass klare Regeln auch für diese nötig sind. Wenn man dem kleinen Begleiter gerecht werden will, sollte man ihn unbedingt konsequent erziehen. Der kleine Hund weiß schließlich nicht, dass er klein ist.

Verwöhnung und häufige Missverständnisse

Zu dem Übermaß an Verwöhnung kommt oft hinzu, dass es Missverständnisse zwischen Hund und Halter in der Kommunikation gibt. Es ist meist gut gemeint, wenn sich eine Person zum Hund herunterbeugt, um mit ihm zu sprechen. Was die meisten jedoch nicht wissen, ist, dass sie den Hund damit in große Bedrängnis bringen. Ein Vornüberbeugen mit direktem Blickkontakt gilt für Hunde als Drohung. Gerade die kleinen Hunde reagieren darauf häufig mit Knurren und Schnappen. Ganz falsch ist es, den Hund dann hochzunehmen, weil man ihn vielleicht trösten will. Aus der Sicht des Hundes bedeutet das jedoch großen Stress, da er seinen Menschen zuvor durch Körpersignale um Abstand gebeten hat und nun sogar hochgehoben wird.

  • Etablierung klarer Strukturen und Grenzen im Alltag
  • Vermeidung von Bedrängung durch frontales Vornüberbeugen
  • Förderung der Eigenständigkeit statt dauerhaftem Tragen
  • Gezielte Erziehung zur Orientierung am Menschen

Kontakt mit größeren Hunden nicht scheuen

Die meisten kleinen Hunde werden häufig derart mit Liebe und Aufmerksamkeiten überschüttet, dass sie sich in die Rolle der Verantwortlichen gedrängt fühlen. Sie meinen, dass sie sich um viele Dinge kümmern müssen, und sind damit schlichtweg überfordert. Viele Halter kleiner Hunde scheuen zudem oft den Kontakt mit Artgenossen, insbesondere mit großen Tieren. Sie fürchten, dass diese dem kleinen Liebling etwas antun könnten. Das ist natürlich nicht ganz unbegründet, da die enormen Größenverhältnisse unbedingt beachtet werden müssen. Wichtig ist jedoch dennoch, dass sie größere Artgenossen kennenlernen, damit sie wissen, dass davon nicht unbedingt eine Gefahr droht.

Es macht Sinn, dass kleine Hunde bereits im jungen Alter kontrollierten Kontakt mit großen und am besten erwachsenen Hunden haben. Andernfalls entwickeln sie womöglich für immer Angst vor ihnen. Die großen Hunde sollten für den ersten Kontakt bereits Erfahrung im Umgang mit kleinen Rassen haben. Große Hunde werden oft auch beim Spaziergang von den kleinen Tieren angekläfft, was zeigt, dass diese ihr Gegenüber nicht richtig einschätzen können.

Erziehung und die Hundeschule sind wichtig

Zu einer guten Erziehung gehört das Training der wichtigsten Grundsignale wie Sitz und Platz und das Hören auf Rufen. Auch wollen die kleinen Hunde körperlich und geistig beschäftigt werden und nicht nur ein Schoßhündchen sein. Laufen, Apportieren und das Üben der Suche gehören fest dazu. Wenn sich die Gelegenheit im Alltag nicht richtig ergibt, sollte man mit kleinen Hunden eine Hundeschule besuchen, am besten eine Einrichtung, in der Mensch und Hund gleichermaßen geschult werden. Das wird der Beziehung und dem Wohlbefinden sehr guttun.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und der Förderung eines harmonischen Miteinanders zwischen Mensch und Hund, unabhängig von der Körpergröße.

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