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Rasseportrait: Akita Inu

Akita

Der Akita ist ein auffallend schöner, imposanter Hund, der Selbstbewusstsein und Würde ausstrahlt. Der „Hund von Akita“ ist eine der uralten japanischen Rassen, die in ihrer Erscheinung sowohl an nordische Hunde als auch an Spitze erinnern, aber doch ein sehr eigenes Wesen besitzen. Ihn nur aufgrund seiner beeindruckenden Erscheinung anzuschaffen, wäre fahrlässig!

Rassegeschichte

Akitas sind eine sehr alte japanische Jagd- und Schutzhunderasse. Vermutlich gibt es sie schon seit Beginn unserer Zeitrechnung oder sogar noch länger. Noch heute wirken sie sehr ursprünglich, sowohl in der Erscheinung als auch im Wesen.

Erscheinungsbild

Die Akita-Zucht wurde im Jahr 2000 offiziell in zwei Schläge getrennt: den eleganten, langbeinigen japanischen Typ einerseits und den vergleichsweise schweren, gedrungenen amerikanischen Typ andererseits.

Die amerikanischen Akitas haben eine Schulterhöhe von 61–66 cm bei den Hündinnen und 66–71 cm bei den Rüden. Die japanischen Hunde sind mit 58–64 cm bzw. 64–70 cm im Schnitt ein wenig zierlicher.

Das Gesicht wirkt offener, als es dem zurückhaltenden Wesen entspricht, mit mandelförmigen Augen und bepelzten Stehohren – besonders schön kommt das in der roten Variante zum Ausdruck. Der Körperbau ist quadratisch, mit steil gewinkelten Gliedmaßen und einer fest geringelten Rute, die auf dem Rücken getragen wird. Akitas gibt es in vielen Farben. Eine rassespezifische Besonderheit ist bei den roten und schwarzen japanischen Akitas die durchschimmernde hellere Unterwolle. Die amerikanischen Akitas sind häufig gescheckt.

Der Pelz ist so dick und dicht, dass sich ein Akita ohne Weiteres einschneien lassen kann, bis nur noch die Ohrenspitzen herausschauen. Das bedeutet andererseits: Im Sommer sollten die Spaziergänge auf die Abend- und Morgenstunden verlegt werden, wenn es noch kühler ist. Das Fell ist wetter-, aber nicht wasserfest; beim Schwimmen (was selten vorkommt!) saugt es sich voll.

Wie andere ursprüngliche Rassen geben Akitas zwar Belllaute von sich, ein eigentliches Bellen oder gar Kläffen gibt es jedoch selten.

Charaktereigenschaften

Der Akita ist ein zurückhaltender, äußerlich ruhiger, selbstbewusster und hierarchisch denkender Hund – und dieses Wesen ist zu respektieren. Sie gehören nicht zu den „dumm-fröhlichen Tut-nix-Hunden“, sondern bestehen auf ein korrektes Sozialverhalten und die Einhaltung ihrer relativ hohen Individualdistanz. Wird diese unterschritten, wird sich ein Akita zur Wehr setzen. Meist genügt ein Blick – es gibt wenige Hunde, die dem Blick eines Akitas standhalten! Wird ein fremder Hund aber wirklich zudringlich, wird ihn ein Akita in seine Schranken weisen.

Eigentlich sollte das jeder Hundehalter begreifen: Wer von uns würde es sich gefallen lassen, unterwegs von wildfremden Menschen lauthals angemacht oder womöglich noch plump angefasst zu werden? Aber viele Menschen erwarten genau dieses tolerante Verhalten von Hunden. Wehrt ein Akita die Aufdringlichkeit eines solch unerzogenen, distanzlosen Tieres ab, heißt es ruckzuck, der Akita sei aggressiv. Deshalb gilt für einen Akita-Besitzer noch mehr als für andere Hundehalter: Wähle sorgfältig aus, wo und mit wem du deinen Hund frei laufen lässt.

Auch in der Familie denken Akitas hierarchisch: Sie haben oft eine einzige Lieblingsbezugsperson, an der sie mit ganzem Herzen hängen und die nicht wirklich zu ersetzen ist. Kinder werden respektiert, aber nicht unbedingt als Autoritäten anerkannt. Die Kinder sollten den Hund weder beim Fressen noch auf seinem Liegeplatz stören, wenn er seine Ruhe haben möchte.

Dem Bewegungsbedürfnis des Akitas wird man am besten durch lange Spaziergänge gerecht, ideale Sporthunde sind sie sicher nicht. Die Apportierszenen in dem Film über den legendären Hachiko sind durchaus realistisch: Ein Akita begreift das Apportieren, aber er begreift oft nicht, wozu das gut sein soll. Manche Halter berichten, dass ihr Akita eher den anderen Hunden zuschaut, wie sie arbeiten, als selbst unnötig Energie zu verschwenden.

Wer einmal die Ehre hatte, von einem Akita geliebt zu werden, weiß um die einzigartige Bindung dieser stolzen Tiere.

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