Fellwechsel beim Hund im Frühjahr

Für viele Hundehalter ist der Fellwechsel im Frühjahr und Herbst eine echte Geduldsprobe. Überall im Haus finden sich unliebsame Wollmäuse, und kaum ist gesaugt, liegen schon wieder neue Haare auf dem Boden. Doch warum haaren manche Hunde extrem und andere kaum?
Interessant zu wissen: Hunde mit dichter Unterwolle (z. B. Schäferhunde, Golden Retriever) erleben einen deutlich intensiveren Fellwechsel als Rassen ohne diese isolierende Schicht (wie der Yorkshire Terrier oder Pudel). Die Menge ist beachtlich: Je nach Rasse besitzen Hunde durchschnittlich 1.000 bis 9.000 Haare pro Quadratzentimeter Haut. Zum Vergleich: Der Mensch kommt lediglich auf 150 bis 500 Haare.
Die richtige Pflege: Bürsten ist Pflicht
Um den Juckreiz für den Hund zu lindern und die Wohnung sauberer zu halten, ist regelmäßiges – am besten tägliches – Bürsten im Fellwechsel essenziell. Die abgestorbenen Haare müssen entfernt werden, damit die Haut atmen kann und gesundes Haar nachwächst. Zudem fördert das Auskämmen die Durchblutung der Haut und stärkt die Bindung.
Wichtig ist das richtige Werkzeug:
- Vorsicht bei Stahlbürsten: Billige Drahtbürsten ohne Schutz können die empfindliche Hundehaut verletzen (Mikroverletzungen).
- Besser geeignet: Naturborsten oder Bürsten mit abgerundeten Gumminoppen für die Massage.
- Für die Unterwolle: Zum Entfilzen und Ausdünnen der dicken Unterwolle eignen sich spezielle „Undercoat“-Bürsten (Carding-Striegel) oder Haken-Kämme. Damit lässt sich das lose Winterfell oft büschelweise schmerzfrei entfernen.
Tipp: Beim Bürsten kannst du deinen Liebling gleich auf Zecken oder Flöhe untersuchen.
Wann wird Haarausfall zum Problem?
Die typische Zeit für den Fellwechsel sind die Übergangsphasen im Frühjahr und Herbst. Verliert dein Hund jedoch zu anderen Zeiten massiv Fell, entstehen kahle, kreisrunde Stellen oder wirkt das Tier gleichzeitig träge und appetitlos? Dann können gesundheitliche Ursachen (wie Schilddrüsenprobleme, Pilzbefall oder Parasiten) dahinterstecken. In diesem Fall ist ein Gang zum Tierarzt ratsam, um die Ursache abzuklären.
Den Fellwechsel von innen unterstützen
Schönheit kommt von innen – das gilt auch für das Hundefell. Eine hochwertige Ernährung ist die Basis für glänzendes Fell und eine elastische Haut.
Nährstoffe, die jetzt helfen:
- B-Vitamine: Sie sind der Motor für den Hautstoffwechsel und die Nerven.
- Hochwertige Öle (Omega-Fettsäuren): Ein Schuss Öl im Futter hilft oft, trockene Schuppen zu vermeiden. Während herkömmliches Distel- oder Rapsöl eine Basisversorgung bietet, empfehlen wir für optimale Ergebnisse eine abgestimmte Kombination aus Omega 3-6-9.
- Kräuter-Tipp: Zwei bis fünf junge, klein geschnittene Löwenzahnblätter täglich ins Futter gemischt, wirken als natürliche Frühjahrskur stoffwechselanregend.
Unsere tägliche Inspiration sind die besonderen Momente mit unseren Hunden. Hier teilen wir diese Begeisterung und laden dazu ein, auch auf unseren Socials Teil der DOG FIT Community zu werden.
Die Inhalte der Artikel dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt. Diese Informationen stellen keine medizinische Beratung dar und dürfen auch nicht als eine solche verstanden werden.