Wenn Hunde im Auto gestresst sind!
Hunde empfinden manchmal Stress im Auto. Sie hecheln, speicheln, bellen und zittern. Ich empfehle Ihnen, Ihren Vierbeiner frühzeitig daran zu gewöhnen, dabei äußerst langsam vorzugehen und ihm Sicherheit im Fahrzeug zu geben. Beispielsweise können Sie ihn zu Hause zunächst an eine Box gewöhnen, in der er Halt findet und sich sicher fühlt. Haben wir das gemeinsam geschafft, gewöhnen wir ihn im Auto an die Box. Auch dabei sollte man sehr vorsichtig vorgehen. Das Training entspricht dem Vorgehen für die Rückbank oder den Kofferraum.
Spielerisch mit dem Hund weiter lernen
In einem nächsten Schritt öffnen Sie alle Türen und nehmen etwas sehr Leckeres mit. Eine Fleischwurst oder etwas vergleichbar Gutes bietet sich dafür an. Locken Sie den Hund in das Auto. Wenn er die Wurst frisst, ist das ein großer Erfolg, denn Stress und Fressen sind gleichzeitig kaum möglich. Belohnungen gibt es bereits für kleinere Schritte – beispielsweise, wenn das Tier seine Pfoten auf die Einstieghilfe setzt und so den ersten Kontakt mit dem Auto aufnimmt. Wir raten Ihnen, diese Übungen auf ein Wochenende oder mehrere Tage auszudehnen.
Es ist förderlich, wenn der Hund durch das Auto gehen oder springen soll, und zwar hinein und hinaus. Wenn er das mit Freude macht, öffnen Sie ein Fenster und schließen eine Tür. Die Fleischwurst wird dann durch das offene Fenster gereicht. Wenn er sie annimmt, öffnen Sie sofort wieder die Tür. Das gelingt meist nicht mit einem Mal. Gehen wir zu schnell vor, bekommt der Hund Stress, und wir müssen eventuell noch einmal ganz von vorn beginnen.
- Langsames Gewöhnen an eine Transportbox in vertrauter Umgebung
- Positive Verknüpfung durch besonders hochwertige Belohnungen
- Schrittweise Steigerung der Reize wie das Schließen der Türen
- Entspannung durch Nasenarbeit nach den Trainingseinheiten
Stressanzeichen erkennen und richtig reagieren
Ein Hund hat Stress, wenn er keine Belohnungshappen mehr annimmt. Erst wenn Sie die Türen schließen können und das Tier beispielsweise auf der Rückbank sitzen bleibt, setzen Sie sich dazu und füttern ihn. Wenn das gut funktioniert, starten Sie das Auto und machen es direkt wieder aus. Der Hund sollte das ruhig hinnehmen. Wenn er entspannt in der Box, auf dem Rücksitz oder im Kofferraum sitzen bleibt und Leckerchen nimmt, versuchen Sie ganz sanft loszufahren. Am besten rollen Sie erst ein kurzes Stück auf die Straße und dann direkt wieder zurück.
Öffnen Sie dann die Tür und machen Sie mit dem Hund ein kleines Spiel. Lassen Sie ihn zum Beispiel nach einem Leckerchen suchen. Nasenarbeit entspannt und macht müde. Ingwer kann Schwindel beim Autofahren lindern. Vielleicht trinkt das Tier Ingwerwasser oder nimmt Globuli an. Mein bester Rat an Sie: Trainieren Sie viel spielerisch. Wenn der Hund verstanden hat, dass Autofahren zu Spiel und Spaß führt, dann haben Sie es bald geschafft. Ich habe schon viele Hunde erlebt, die ganz verrückt nach Autofahren waren und sofort hineinsprangen, sobald eine Autotür offen stand.
Unsere tägliche Inspiration sind die besonderen Momente mit unseren Hunden. Hier teilen wir diese Begeisterung und laden dazu ein, auch auf unseren Socials Teil der DOG FIT Community zu werden.
Die Inhalte der Artikel dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt. Diese Informationen stellen keine medizinische Beratung dar und dürfen auch nicht als eine solche verstanden werden.