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Erziehungshilfe für den Hund – die Stimme

Hundeerziehung durch positive Verstärkung und Motivation Die Stimme ist ein sehr wichtiges Erziehungsmittel für einen Hund, denn die meisten Tiere lassen sich über die Stimme ihres Menschen hervorragend motivieren. Diese Stimme ist dem Hund vertraut, und wenn man freundlich und motivierend auf ihn einredet, werden beim Hund Hormone freigesetzt, die das Wohlbefinden steigern können. Die Stimme spiegelt für den Hund die Emotionen der Bezugsperson wider. Er erkennt an ihr, ob eine Person gestresst oder verärgert ist. Manchmal passt die Stimme jedoch nicht zur Situation, was den Hund verwirren kann.

Die Bedeutung des Tonfalls beim Abrufen des Hundes

Ein Beispiel ist das Abrufen. Der Hund hat bereits gelernt, auf das Signal „Hier“ zu kommen. Plötzlich rennt er jedoch noch seine Runden, während der Mensch feststellt, dass er dringend nach Hause muss. In dieser Situation ist der Mensch gestresst und ruft laut und genervt das Wort „Hier“. Vom Klang her entspricht das nicht dem bereits gelernten Wort, obwohl es inhaltlich dasselbe ist. Beim Training wurde das Wort freundlich und einladend gerufen. Nun hört der Hund ein genervtes Signal und reagiert nicht. Für das Tier ist es schlichtweg nicht dasselbe Signal. Das kann leicht zu Missverständnissen führen. In solchen Fällen kann eine Hundepfeife eine gute Unterstützung bieten.

Die Wirkung verschiedener Stimmlagen auf den Hund

Es wird oft gefragt, ob Hunde tatsächlich eher auf tiefe als auf hohe Stimmen hören. Grundsätzlich spielt es zunächst einmal keine Rolle, mit welcher Stimmlage man mit dem Hund spricht. Wichtig ist, dass wir uns auf die Kommunikationsebene der Hunde begeben. Man muss sie sehr genau beobachten, um ihre Signale richtig zu deuten. Ein Hund benötigt im Gegenzug klare Signale. Die Körpersprache und die Hörzeichen müssen unbedingt übereinstimmen.

Möchte man beispielsweise höflich sein und unterhält sich mit seinem Hund in ganzen Sätzen, wird das Tier dies nicht verstehen. Deswegen muss man seinen Hund jedoch nicht im Befehlston anschreien, denn Hunde besitzen ein äußerst feines Gehör.

Die Nutzung eindeutiger Signale im Alltag

Generell empfiehlt es sich, Signale zu nutzen, die sich für den Hund klar voneinander unterscheiden. Ein Hörzeichen sollte man immer mit einem körpersprachlichen Signal verbinden. In Bezug auf die Tonhöhe besteht bei einer sehr tiefen Tonlage die Gefahr, dass der Hund sich bedroht fühlt. Wenn Hunde in tiefer Lage knurren, ist die Situation für sie ernst. Bei sehr sensiblen Tieren oder bei Hunden, die weniger gut auf Menschen sozialisiert sind, kann es sinnvoll sein, mit einer eher hohen Stimmlage zu sprechen. Das fällt häufig gerade Männern schwer, weshalb diese dann auch nicht mit sehr lauter Stimme sprechen sollten.

  • Motivation durch eine vertraute und freundliche Stimme
  • Vermeidung von Stresssignalen bei wichtigen Kommandos
  • Übereinstimmung von Körpersprache und Hörzeichen
  • Einsatz von positiven und einladenden Stimmlagen

Wichtig ist, dass Hunde bereits als Welpen viele verschiedene Menschen kennenlernen. Dann können sie sich gut merken, dass manche Menschen zwar mit einer tiefen Tonlage sprechen, dabei aber trotzdem freundlich und wohlwollend gestimmt sind.


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