Hunde, die Dauerbeller sind. Tipps!
Warum manche Hunde verstärkt bellen, kann verschiedene Gründe haben. Will das Tier etwas von seinem Menschen, hat es Stress, ist es unterfordert oder überfordert, oder geht gerade jemand vorbei? Viele kennen das Problem. Sobald der Hund etwas von Ihnen möchte, steht er da und bellt Sie an. Aber da stellt sich die Frage, warum das der eine Hund macht und ein anderer hingegen nicht. Ganz einfach: Der eine Hund hat gelernt, dass ihm dieses Verhalten einen Vorteil bringt. Wenn er bekommt, was er möchte, wird er es auch zukünftig öfter tun. Gehen wir als Menschen nicht auf das Bellen ein, so wird er weniger oder gar nicht mehr bellen. Also sollte man das konsequent ignorieren. Dabei ist wichtig, wirklich gar nicht darauf einzugehen – nicht zu streicheln und nicht zu schimpfen. Tun Sie so, als ob Sie es gar nicht bemerken würden.
Signale für den Hund zum Aufhören
Wenn der Hund in der Wohnung oder im Garten bellt, sobald sich Besuch nähert, so ist das eigentlich ein völlig normales Verhalten. Es ist für das Territorium in seinen Grundinstinkten verwurzelt. Darum kann man dieses Verhalten nicht ganz abstellen, sondern nur versuchen, es in die richtigen Bahnen zu lenken. Es sollte so sein, dass der Hund kurz anschlägt und dann nicht weiterbellt. Hört er allerdings nicht mehr auf, müssen wir ihm eine Alternative bieten. Am besten geht das mit einem Signal, beispielsweise mit dem Ausruf „Genug aufgepasst“. Das kann man in der Umgebung üben, in der es später zum Einsatz kommen soll.
- Konsequentes Ignorieren von forderndem Bellen für mehr Ruhe
- Etablierung eines Abbruchsignals für territoriale Meldungen
- Positive Umkonditionierung durch Ablenkung und Belohnung
- Vermeidung von Stress durch eine ausgewogene Auslastung
Auch zu Hause in der Wohnung
Manche Hunde bellen, sobald sie etwas im Hausflur hören. Dann üben Sie in der Wohnung, indem Sie laut das Signal rufen und daraufhin eine Handvoll Belohnungshappen in einen Raum werfen, der dem Flur entgegengesetzt liegt. Das kann man auch mit einem Spielzeug üben. Das trainieren Sie so lange, bis der Hund auf Ihr Signal hin angeflitzt kommt. Es ist auch wichtig, den Hund zu beobachten, ob er wirklich anschlägt, weil etwas nicht stimmt.
Stress kann den Hund verwirren
Manchmal ist es auch so, dass unser Vierbeiner aus Unterforderung oder auch aus Überforderung bellt. Ersteres geschieht, weil er ja nicht wie in früheren Zeiten eine feste Aufgabe besitzt, wie das Hüten einer Herde, sondern nur ein paar Runden spazieren geht. Dann gibt es Menschen, die zu viel mit dem Tier unternehmen, wie zum Beispiel mehrmals wöchentlich in die Hundeschule zu gehen. Der Hund denkt dann, dass er für alles zuständig ist und das Haus bewachen, Besucher fernhalten und den Menschen verteidigen muss. Da sollte man schnell überlegen, die goldene Mitte zu finden, denn beides bedeutet Stress.
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